Kein App-Download
Besucher scannen einen QR-Code am Exponat und hören den Guide direkt im mobilen Browser — ohne Installation, ohne Registrierung.
Am 12. Juni 2026 kam Navitone – eine selbstgehostete Audioguide-Plattform für Museen und Ausstellungen – erstmals im Live-Betrieb zum Einsatz: zur Eröffnung der Ausstellung „MATERIA POTT – Der andere Blick auf das Ruhrgebiet“ des kubanischen Künstlers Arián Irsula im Museum Moderne Kunst Mülheim (MMKM). Besucher hörten Erläuterungen zu den Werken in der Stimme des Künstlers selbst — per QR-Code auf dem eigenen Smartphone, ohne App, ohne Anmeldung, ohne Leihgerät. Diese Seite dokumentiert Projekt, Ablauf und Ergebnisse dieses Abends.
Der Code ist echt: Kamera draufhalten — der Guide startet im Browser, ohne App und ohne Anmeldung. Gezeigt wird der Ablauf, nicht die Ausstellung: Zu hören ist eine Beispielführung über Navitone selbst, kein Werk aus „MATERIA POTT“.
Funktionsdemo mit Beispielinhalt
Das MMKM zeigt zeitgenössische Kunst in einer denkmalgeschützten Villa — privat getragen, ohne öffentliche Förderung, bei freiem Eintritt für alle.
Das MMKM — Museum Moderne Kunst Mülheim an der Ruhr — residiert in der Villa Artis, dem denkmalgeschützten früheren Stammsitz der Tengelmann-Gründerfamilie (Schmitz-Scholl/WISSOL). Getragen wird es vom Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR), privat finanziert von Sammlern und Kunstliebhabern, ganz ohne öffentliche Förderung.
Gegründet wurde es 2012 im Zuge von RUHR.2010, der Europäischen Kulturhauptstadt. Nach einer ökologischen, klimaneutralen Sanierung beherbergt das Haus heute mehr als 1.300 m² Ausstellungsfläche — gemeinsam mit der RUHRKUNSTHALLE und der Galerie an der Ruhr unter einem Dach. Die Dauerausstellung PERMANENTA zeigt zeitgenössische Kunst von den 1960ern bis heute, darunter die Sammlung der Ruhrpreisträger*innen.
Der Eintritt ist dauerhaft kostenlos. Für ein Haus dieser Größenordnung ist das relevant: viele Besucher, kein Budget für Leihgeräte, aber ein hoher Anspruch an die Vermittlung der gezeigten Kunst.
Hier stellten bereits aus
Navitone ist als selbstgehostete Webanwendung konzipiert. Besucher benötigen weder App noch Konto — die Einrichtung benötigt weder Cloud-Abo noch Leihgeräte-Flotte.
Besucher scannen einen QR-Code am Exponat und hören den Guide direkt im mobilen Browser — ohne Installation, ohne Registrierung.
Der Guide läuft auf dem eigenen Gerät der Besucher und ist damit mit dessen Accessibility-Einstellungen kompatibel; Transkripte stehen ergänzend zur Verfügung.
Beliebig viele Sprachfassungen lassen sich pro Exponat hinterlegen — von der Originalstimme des Künstlers bis zur Übersetzung.
Das System lief in der Villa Artis auf einem eigenen kleinen Server vor Ort, über das hausinterne WLAN erreichbar — unabhängig von externen Cloud-Diensten.
Es werden keine personenbezogenen Besucherdaten erfasst. Anonyme Nutzungsstatistiken verbleiben auf der Hardware der Einrichtung.
Kein Abo-Modell und keine wiederkehrenden Lizenzkosten — ein zentraler Faktor für Häuser ohne öffentliche Förderung.
Besucher scannten einen QR-Code und hörten den Audioguide direkt im Browser ihres eigenen Smartphones — ohne App, ohne Login, ohne Leihgerät an der Kasse.
Im Zentrum des Abends stand die Ausstellung „MATERIA POTT – Der andere Blick auf das Ruhrgebiet“ des kubanischen Künstlers Arián Irsula: über 70 Werke in neun Räumen der Villa Artis. In Makrofotografie und Texturarbeiten zeigt Irsula das Ruhrgebiet so, wie man es aus dieser Region nicht erwartet — nah, taktil, fast geologisch. Die Ausstellung wird von der Brost-Stiftung getragen und läuft bis zum 31. Dezember 2026.
Die Audiospuren zu den Werken entstanden gemeinsam mit dem Künstler. In jedem der neun Ausstellungsräume hing ein QR-Code, das System lief auf einem eigenen Server vor Ort. Über den gesamten Abend registrierte Navitone 150+ Wiedergaben — von der Eröffnung bis zum Ausklang der Veranstaltung.
„Ein rauschendes Fest, das die Stadt Mülheim an der Ruhr so noch nicht erlebt hat.“MyHeimat.de, Bericht zur Ausstellungseröffnung, Juni 2026
Die Eröffnung war zugleich ein kubanisch geprägtes Fest mit Live-Musik und kubanischer Küche — und mit einem Publikum, das die Reichweite des Abends über das Museum hinaustrug.
Vorstandsmitglied der Brost-Stiftung, ehemaliger Bundesminister für besondere Aufgaben und früherer Vorsitzender der WAZ-Mediengruppe.
Botschafterin der Republik Kuba in Deutschland, als Ehrengast der Ausstellung.
Erster Bürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Ivo Franz kuratiert das MMKM und ist Vorsitzender des Trägervereins KKRR; gemeinsam mit Karin Franz seit Jahren tragende Kräfte des Hauses.
Kubanischer Schriftsteller und Übersetzer, Vater des Künstlers.
Beide Medien berichteten über die Ausstellungseröffnung; MyHeimat.de beschrieb Navitone als moderne, kostenlose Audiolösung, nutzbar über das eigene Smartphone der Besucher.
Der Abend war der erste reale Testlauf von Navitone im Live-Betrieb — mit klaren Erkenntnissen für die weitere Nutzung im Haus.
Über den gesamten Eröffnungsabend hinweg lief Navitone stabil im produktiven Einsatz — vom ersten bis zum letzten Gast.
Softwarelizenzvertrag und Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) lagen vor der Veranstaltung vollständig vor; personenbezogene Besucherdaten wurden nicht erfasst.
Sowohl im direkten Gespräch vor Ort als auch in der Presseberichterstattung wurde der einfache Zugang ohne App oder Leihgerät positiv hervorgehoben.
Über die Laufzeit der Ausstellung „MATERIA POTT“ hinweg bleibt der Audioguide im Haus aktiv und liefert damit auch über den Eröffnungsabend hinaus Nutzungsdaten.
Navitone ist eine selbstgehostete Audioguide-Plattform für Museen, Galerien und Ausstellungen. Ziel ist ein niedrigschwelliger, barrierearmer Zugang zu digitaler Vermittlung — ohne App, ohne Leihgeräte und ohne wiederkehrende Kosten für die Einrichtung.